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Elektro-Tage in der CYTA

Klaus Aichinger von i-GO4-Bike, CYTA GF Erich Pechlaner, Lukas Venier von BMW Unterberger-Denzel und Electro Drive GF Roland Schwaiger präsentierten bei den E-Days in der CYTA Shoppingwelt den neuen BMW i3 sowie das i-GO4 ElektrofahrradDie Elektro-Tage in der CYTA Shoppingwelt sorgten für reges Besucherinteresse. Eine Woche lang drehte sich alles um erneuerbare Energiequellen und die neuesten Trends im Bereich der Elektromobilität.

Wenn es um „Erneuerbare Energie" und „Elektromobiliät" geht, dann zählt die CYTA Shoppingwelt zu den absoluten Vorreitern in Tirol. Schließlich nutzt die Einkaufsstadt im Westen von Innsbruck für ihre Verwaltungsräumlichkeiten seit Jänner 100 % CO2-freien Ökostrom aus Tiroler Kleinwasserkraft. „Wie wichtig solche regenerativen Energien für unsere Zukunft sind und welche ausgereiften Nutzungs- und Einsatzmöglichkeiten es mittlerweile gibt, das wollten wir einem breiten Publikum praktisch ‚zum Angreifen' näher bringen. Das riesige Besucherinteresse zeigt uns, dass wir mit diesen Zukunftsthemen absolut richtig liegen", freut sich CYTA Geschäftsführer Erich Pechlaner über die gelungenen Informationstage.

Die Fortbewegung der Zukunft
Vorgestellt wurden den zahlreichen CYTA Besuchern einige der neuesten Elektro-Fahrzeuge. Mit dem neuen, vollwertigen Elektroauto BMW i3 und den neuen i-GO4 Bikes "made in Austria" konnten zwei der Technologieführer aufgeboten werden. Die Möglichkeit von Probefahrten wurde zahlreich genutzt. Weiters war Electro Drive Tirol mit verschiedensten Elektro-Fahrzeugen vor Ort. „Elektromobile – und fahrräder bieten grenzenlosen Fahrspaß und sind ideal für alle, die viel vorhaben und günstige Erhaltungs- und Wartungskosten schätzen", bringt Erich Pechlaner die Vorteil auf den Punkt.

Energieberatung und Elektromobiliät zum Gewinnen
Nicht nur Elektromobilität, auch „Energie sparen im Alltag" und „Energieeffizienz" bildeten Schwerpunkte. Als Experten für diese Zukunftsthemen standen Energieberater der TIWAG-Gruppe den Besuchern Rede und Antwort. Als Highlight wurde eine persönliche Energieberatung inklusive Gebäudethermografie im Wert von 250 Euro verlost. Beim großen E-Tage-Gewinnspiel gab es außerdem ein KTM E-Bike von Hervis im Wert von 2.500 Euro, ein Wochenende mit einem BMW i3, MPREIS Lebensmittel-Energiepakete und eine gratis SMATRICS Ladekarte für drei Monate zu gewinnen.

Zweite Stromtankstelle eröffnet
Last but not least eröffnete im Rahmen der Elektro-Tage die bereits zweite Stromtankstelle am CYTA Areal. Die Speed-Ladestation für Elektrofahrzeuge wurde von SMATRICS errichtet. „Hier können unsere Kunden ihre ein- und zweispurigen Elektrofahrzeuge ganz praktisch während ihres Einkaufsbummels aufladen", erklärt CYTA Geschäftsführer Erich Pechlaner.

 

Quelle Bruno König, eco-mobil.at

Elektronik auf zwei Rädern

Elektroroller, die wie Mopeds aussehen, aber gesetzlich als Fahrräder gelten, lassen Verkehrsexperten die Stirn runzeln. Ein Hersteller sagt: Kinder sind nicht Zielgruppe.

Elektronik auf zwei RädernInnsbruck – Was rollt da auf uns zu? Elektroroller, die aussehen wie Mopeds, aber als Fahrräder gelten, lassen Verkehrsexperten auch in Tirol etwas ratlos zurück. Doch der Reihe nach.

Im Nachbarbundesland Kärnten macht die Polizei bereits erste Erfahrungen mit einem neuartigen Elektroscooter, der den herkömmlichen benzinbetriebenen Motorrollern täuschend ähnlich sieht. Doch mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern und einer Leistung von 600 Watt gelten die Gefährte nach dem Buchstaben des Gesetzes als Fahrräder. Mit allen Konsequenzen, unter anderem jener, dass bereits Kinder ab einem Alter von zwölf Jahren – mit Fahr­rad­ausweis bereits ab zehn – die Zweiräder steuern dürften. Eine Helmtragepflicht besteht wie bei Fahrrädern nur für Kinder bis 12 Jahre.

Das alles lässt Verkehrsexperten die Stirn in Falten legen. „Ein normales Fahrrad ist für Kinder sicher besser", glaubt Martin Gansterer vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Für die höhere Geschwindigkeit der Elektroscooter brauche es Erfahrung. Gansterer sieht hier den Bedarf einer gesetzlichen Nachschärfung. Mittlerweile gebe es auch noch andere elektrobetriebene Fahrzeuge wie den Segway (einachsiger, zweirädriger Einpersonentransporter), die allesamt als Fahrräder gelten, aber einer genaueren Definition bedürften.

Skeptisch beobachtet auch die Führung der Abteilung Verkehrsrecht im Amt der Tiroler Landesregierung die Entwicklungen. „Wir haben zwar noch keine eigenen Erfahrungen damit, aber es besteht die Gefahr, dass solche Fahrzeuge manipuliert bzw. frisiert werden", sagt Gottfried Reremoser als stellvertretender Abteilungsvorstand. Selbst wenn das nicht der Fall sei, könnten plötzlich Zehnjährige, die noch keine Erfahrungen mit den erzielbaren Geschwindigkeiten hätten, motorisiert am Verkehr teilnehmen. Letztlich weist Reremoser auch auf die im Vergleich zum Fahrrad größeren Abmessungen hin, die zu einem Problem werden könnten. Aktuell müsse die rechtliche Situation zur Kenntnis genommen werden und es gelte, Erfahrungen zu sammeln. Noch sei in Tirol kein derartiger Roller aufgefallen.

Aus dem Verkehrsministerium heißt es, dass bislang keine Berichte über Probleme mit den Fahrzeugen aufgetaucht seien. Sollte sich das ändern, werde die Situation neu beurteilt. Zur Angst, es könnten auch vermehrt Kinder mit den Elektroscootern auf der Straße unterwegs sein, kommt aus dem Ministerium Beruhigung mit dem Hinweis auf die Straßenverkehrsordnung. Deren Paragraf 66 bestimmt, dass ein Fahrrad der Größe des Benützers entsprechen müsse. Ein Zehnjähriger auf dem Elektroscooter sei also eher eine theoretische Befürchtung. Letztlich, so wird allgemein betont, werde auch der Preis eine entscheidende Rolle bei der Frage spielen, ob Eltern ihrem Nachwuchs einen solchen Roller kaufen. Kinder zählten auch nicht primär zur Zielgruppe des Herstellers „i-GO4" aus Kärnten, versichert Geschäftsführer Klaus Aichin­ger. „Das Hauptziel sind nicht Zehn- bis Zwölfjährige. Die Entscheidung liegt bei den Eltern. Es geht auch nicht um einen Fahrradersatz." Das Haupteinsatzgebiet der Elektroroller, die es auch von anderen Anbietern gebe, sieht er im Rehabereich für gehbehinderte bzw. gehschwache Personen, für Pensionisten, im Tourismus oder für Personen, die aus welchen Gründen auch immer keinen Führerschein haben. Aichinger, der sich bereits seit 1986 mit Elektromobilität beschäftigt, will die Bevölkerung darauf aufmerksam machen, dass E-Mobilität auch vernünftig betreibbar sei, wie er sagt. „Elektromobilität wird die Zukunft werden."

Mit einer gesetzlichen Änderung habe er kein Problem, betont Aichinger. Die Scooter würden auch die Voraussetzungen als Moped erfüllen. Er glaubt sogar, dass es dazu kommt. „Die EU wird Österreich da auf die Füße steigen." Schließlich gelte nur hierzulande und in Slowenien die Grenze von 25 km/h und 600 Watt.

Der Preis für die Elektroroller liegt laut Aichinger je nach Modell zwischen 2600 und 3200 Euro. Im Vorjahr seien 120 Stück verkauft worden, heuer halte man bis dato bei 25. Übrigens sei auch Tirol schon seit 2012 kein rein weißer Fleck mehr. Zwei der Gefährte seien bislang nach Tirol verkauft worden.

Zeitungsartikel

Quelle Christoph Mair, Tiroler Tageszeitung

Original Zeitungsartikel